Die Nachtsichtkamera
Fast jeder kennt sie aus dem Kino und Fernsehen, doch die wenigsten haben sie im echten Leben schon mal gesehen – die Nachtsichtkamera. Da eine Nachtsichkamera meist sehr teuer ist und auch nur im speziellen Fachhandel erhältlich ist, sind häufig nur das Militär, Polizei, Grenzschutz, Feuerwehr, Sicherheitsdienste und höchstens ein paar Jäger damit ausgerüstet. Für alle die sich näher für die Funktionsweise der Nachtsichtkamera interessieren geben wir im Folgenden einen kurzen Einblick in die Geschichte und Funktionsweise der Nachtsichtkamera.
Funktionsweise
Die Nachtsichtkamera funktioniert ähnlich wie die Wärmebildkamera, ist allerdings nicht in der Lage Körperwärme abzubilden. Eine Nachtsichtkamera verbessert das Sehen in Dämmerung oder Dunkelheit mittels verschiedener Techniken: Mittels eines Restlichverstärkers wird das restliche Licht verstärkt.
Infarotstrahlung die für das menschliche Auge unsichtbar ist wird durch eine Bildwandlerröhre verstärkt. Oftmals werden auch Infarotscheinwerfer zusätzlich eingesetzt – diese sind ebenfalls für das menschliche Auge unsichtbar – leisten aber unverzichtbare Dienste bei Militär, Polizei, Zoll oder Grenzschutz. Teilweise wird auch die Infarotstrahlung von Objekten sichtbar gemacht – dies funktioniert allerdings nur wenn die Temperatur des Objekts von der Umgebung abweicht. Dies wird vor allem bei Lebewesen – beispielsweise Tieren oder Fahrzeugen bei denen der Motor noch warm ist.
Geschichte
Im Jahr 1940 wurden erstmals Nachtsichtgeräte eingesetzt, die Allierten hatten genauso wie die Deutschen die ersten Nachtsichtgeräte konstruiert um die feindlichen Truppen auch bei absoluter Dunkelheit erkennen zu können. So ist beispielsweise im Militärmuseum Koblen ein Panther-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg ausgestellt auf dessen Dach ein Nachtsichtgerät installiert ist. Diese Geräte werden als Geräte der ersten Generation von Nachtsichtgeräten/Nachtsichtkameras bezeichnet.
Die Generation 2 kam in den 1960ern Jahren auf, vor allem die Sowjetunion war damals führend im Bau von Nachtsichtgeräten, die Geräte waren schon besser als die erste Generation, waren allerdings noch immer viel zu groß für den Handgebrauch und wurden daher wie ihre Vorgängermodelle ausschließlich in Panzer und Geländefahrzeuge eingebaut.
Die Generation 3 war schon klein genug um als Handgerät verkauft werden zu können, mit Geräten dieser Generation war erstmals eine Restlichverstärkung vom 20.000 fachen Wert des Restlichtes möglich.
Die Generation 4 erreichte schon eine Lichtverstärkung des 50.000fachen Restlichtest, sie ist die auf dem zivilen Markt momentan führende Generation von Nachtsichtgeräten und Nachtsichtkameras. Die Generation 5 ist momentan ausschließlich dem Militär vorbehalten und unterliegt der Geheimhaltungsstufe, egal ob in den USA, Israel, China, Russland, Frankreich, Großbritannien – so gut wie jede führende Militärmacht der Welt nutzt Geräte der Generation 5.
Bis diese auf den zivilen Markt kommen werden wohl noch einige Jahre vergehen - anfangs wird die Technik wohl so futuristisch anmuten dass die ein oder andere Weiterbildung in Dortmund für Firmen im Sicherheitsbereich, Polizisten oder Feuerwehrmänner wohl nötig sind, um die Geräte zu bedienen.